RVG-Projekt Tomaten 2026
Beschreibung der Tomatensorten
1.Matina
Typ: Salattomate, samenfest
Die bewährte, kartoffelblättrige Hausgärtnersorte eignet sich sowohl für die Freilandkultur, als auch für den geschützten Anbau. Diese früheste Salattomate liefert mittelgroße, leuchtend rote, platzfeste Früchte mit fruchtig, süß-säuerlichemGeschmack. Fruchtgewicht ca. 90 g
Samenfeste Sorte ; robust gegen Krautfäule; eignet sich gut für Gartenanfänger; Wuchshöhe: 150 – 200 cm
2. Tomate „Black Plum“
Typ: Cocktailtomate, samenfest
Sehr wüchsige, gesunde Sorte mit der Eignung zum Anbau in rauem Klima. Braun-rote ovale, frühreifende, platzfeste Früchte mit intensivem Tomatenaroma, die sich bei Vollreife zum Einkochen eignen. Tolerant gegen Braunfäule .Fruchtgewicht bis 40g
3.Tomate: „Green Zebra „
Typ: Salattomate, samenfest
Sortenspezialität – eine mittelspäte, fleischige Salattomate , mit dekorativ geflammten, grün bis grüngelb abreifenden Früchten. Smaragdgrünes, saftiges Fruchtfleisch mit dünner, platzfester Schale, süß-fruchtigem Aroma und erfrischendem Säuregehalt. Freilandtauglich; Fruchtgewicht 120g. Wüchsige Pflanze die über 2m hoch wird. Ertrag ab Ende Juli bis Ende Oktober!
4. Tomate „Berner Rose“
Typ: Fleischtomate, samenfest
Eine sehr empfehlenswerte Traditionssorte aus der Schweiz
Sie ist der Klassiker für eine hocharomatische Sorte.
Mit dünner, trotzdem platzfester Haut. Mittelspät reifende Sorte mit großen, runden, auffallend rosafarbenen Früchten.
Von ausgezeichnetem Geschmack und einem ausgewogenen Zucker/Säureverhältnis.
Das Fruchtfleisch zergeht auf der Zunge und die Schale selbst ist sehr weich. Fruchtgewicht zwischen 150 – 190g.
Bevorzugt einen Regenschutz, braucht nicht unbedingt ein Gewächshaus.
5. Tomate „ Roma striee“
Typ: Salattomate, samenfest
Ihr unvergleichlich aromatisches Fruchtfleisch und ihre vielfältige Verwendungsmöglichkeiten machen Roma striee für mich zu einer meiner Lieblingstomaten. Eine außergewöhnlich reich tragende Flaschentomate mit attraktiven, rot-gelb orange geflammten Früchten. Die langovalen Früchte sind besonders vollfleischig. Sehr guter, fruchtig-aromatischer Geschmack. Sowohl frisch als auch für Verarbeitung geeignet. Fruchtgewicht um 100 – 150g.
Zu dem Projekt - Tomaten
bitte folgendes notieren um damit sich gut ausgetauscht werden kann.
Aktivität Datum Notizen z.B. zu
Art der Erde, Standort , Temperatur, etc.
Aussaat drinnen
Pikieren
Weiterkultur im Haus
Weiterkultur im beheizten
Gewächshaus
Aussaat draussen
(Ende März/Anfang April)
Abhärten der Jungpflanzen
Auspflanzen der
Jungpflanzen
Ernte
Tomaten Bodenvorbereitung
Für Tomaten brauchst du einen lockeren, humusreichen, gut drainierten Boden bzw. eine
hochwertige Gemüse-/Tomatenerde.
Boden im Beet vorbereiten
• Oberboden 20–30 cm tief lockern (Grabgabel statt Spaten, damit die Struktur erhalten
bleibt; bei schweren Lehmböden darf es spatentief sein).
• Steine, Wurzelreste, mehrjähriges Unkraut sorgfältig entfernen.
• 3–5 l reifen Kompost pro m² einarbeiten, bei sehr mageren Böden zusätzlich etwas gut
verrotteten Mist oder organischen Gemüsedünger einarbeiten (Tomate ist Starkzehrer).
• Oberfläche mit Rechen feinkrümelig und eben herrichten, damit die Wurzeln leicht
einwachsen und kein Wasser stehen bleibt.
Anpassung an deinen Boden
• Sehr sandig: Mit Kompost und etwas Tonmehl/Lehmboden mischen, damit Wasser und
Nährstoffe besser gehalten werden.
• Sehr schwer/lehmig: Mit grobem Sand, Kompost und evtl. etwas Rindenhumus lockern,
damit keine Staunässe entsteht.
Erde für Kübel / Hochbeet
• Keine reine Blumenerde aus dem Sack verwenden, sondern eine Tomaten- oder
Gemüseerde mit hohem Humusanteil und Strukturstabilität.
• Alternative eigene Mischung (Richtwert):
o ca. 50–60% gute Gartenerde,
o 30–40% reifer Kompost,
o 10–20% strukturstabile Bestandteile (z.B. Lavagranulat, Blähton, Rindenhumus, Feiner
Bims und Vermiculite (= Schichtsilikat“ )) für Luft im Wurzelbereich.
Wichtige Punkte speziell für Tomaten
• Standort immer sonnig und regengeschützt (Tomaten hassen Staunässe und dauerfeuchte
Blätter).
• Vor dem Pflanzen keinen stark stickstoffbetonten Dünger übertreiben, sonst gibt es viel
Blattmasse, aber wenig Früchte; lieber organischen Tomatendünger nach Anleitung
einarbeiten.
• Im Kübel unbedingt Drainageschicht (Blähton, grober Kies) über dem Abzugsloch einplanen,
dann erst Erde einfüllen.
• Für Tomaten sind ein organischer Grunddünger im Boden und eine regelmäßige
Flüssigdüngung während der Saison ideal.- z.B. Aminofert vinasse oder auch
Zuckerrohrmelasse dem Gießwasser zugeben
Geeignete Düngemittel
• Organischer Langzeitdünger für Gemüse/Tomaten (z.B. Kompost, gut verrotteter Mist,
Hornspäne/Hornmehl oder spezieller Bio-Tomatendünger in Granulatform) zur
Bodenvorbereitung.
• Spezieller Tomaten-Flüssigdünger (mineralisch oder organisch-mineralisch), der beim
Gießen zugegeben wird – besonders praktisch im Kübel.
• Bei eher magerem Boden: zusätzlich etwas kaliumbetonter Gemüsedünger, da Kalium die
Fruchtbildung und Festigkeit unterstützt.
• Zur Vermeidung von Blütenendfäule : Wuxal Calciumdünger (flüssig)
Grunddüngung vor dem Pflanzen
• Zeitpunkt: März bis Mai, also kurz vor oder beim Pflanzen (im Freiland nach den Eisheiligen,
im Gewächshaus früher).
Tomaten
• Menge (Richtwert für Starkzehrer wie Tomaten im Beet):
o ca. 120–150 g organischer Gemüsedünger mit rund 8–10% Stickstoff pro m² in den Oberboden
einarbeiten.
o oder 3–5 l reifen Kompost pro m² plus kleinere Menge organischer Dünger.
Düngeintervalle im Beet
• Nach der Grunddüngung reicht bei gutem Boden oft 1 weitere Gabe organischen Düngers
im Juni/Juli (ca. die halbe Startmenge leicht einarbeiten oder oberflächlich einstreuen).
• Flüssiger Tomatendünger: ab Beginn der Blüte alle 10–14 Tage nach Herstellerangabe ins
Gießwasser (z.B. 1× pro Woche schwächer dosiert oder alle 2 Wochen normal dosiert).
• Ab Mitte/Ende August keine stickstoffbetonten Dünger mehr, damit die Triebe ausreifen und
nicht zu weich in den Herbst gehen.
Düngeintervalle im Kübel / Hochbeet
• Beim Pflanzen: Gefäß mit vorgedüngter Tomaten-/Gemüseerde füllen oder etwas
Langzeitdünger untermischen (Depotdünger für 3–6 Monate nach Packung).
• Ab etwa 3–4 Wochen nach dem Pflanzen:
o Flüssigdünger alle 7–10 Tage, weil Nährstoffe im Topf schneller ausgewaschen werden.
o Alternativ Depot-Langzeitdünger gemäß Packung, meist 1× pro Saison.
Wichtige Hinweise
• Lieber etwas schwächer, aber regelmäßig düngen, statt selten und sehr stark –
Überdüngung führt zu viel Blattmasse und wenig Früchten.
• Immer auf feuchtem Boden düngen und danach gut angießen, damit die Wurzeln nicht
„verbrennen“.
• Düngung an die Pflanze anpassen: Bei sehr dunkelgrünen, stark wachsenden Pflanzen
Menge reduzieren, bei blassen Blättern und schwachem Wachstum etwas erhöhen.
• Wenn du schreibst, ob deine Tomaten im Beet oder im Kübel stehen und wie groß die Fläche
ist, kann die nächste Antwort konkrete Gramm- und Milliliterangaben für dein Setup
machen.
Praxisnaher Leitfaden für Tomaten
vom Samen bis zur Ernte - Für Tomaten gibt es drei
Hauptphasen: Vorziehen, Abhärten und Auspflanzen ins Beet/Topf.
Februar
• Anzuchterde, Saatschalen/Töpfe, Etiketten und eventuell ein Minigewächshaus
besorgen.
• Arbeitsbereich herrichten (helle Fensterbank, 18–22 °C) und Anzuchterde anfeuchten,
aber nicht durchnässen.
März – Vorziehen
• Zeitpunkt : Die beste Aussaatzeit für Freilandtomaten ist zwischen dem 25. Und 30. März
auf der warmen Fensterbank oder im beheizten Mini-Gewächshaus.!
• Sofern ein warmes Gewächshäuser vorhanden ist, kann die Aussaat bereit Ende Februar
begonnen werden.
o Achtung : Bei früherer Aussaat vergeilen die Jungpflänzchen und tragen später wenig
Früchte.
• Tomatensamen 0,5–1 cm tief in Anzuchterde aussäen, Schalen beschriften, warm (ca.
20–24 °C) und hell stellen, Erde gleichmäßig feucht halten
• Um das Austrocknen zu verhindern eine Folienabdeckung (z.B. Kling-Folie) oder eine
Zimmergewächshausabdeckung nutzen
• Mit Keimung rechnen (etwa 7–14 Tage nach Aussaat); zu feuchte Erde und Staunässe
vermeiden, regelmäßig lüften (v. a. im Minigewächshaus), um Pilzbefall vorzubeugen.
• Sobald die Sämlinge 2 Keimblätter + erste echte Blätter haben (ca. 3–4 cm hoch),
pikieren: jeden Sämling einzeln in einen eigenen Topf mit nährstoffarmer Erde setzen,
dabei bis kurz unter die Keimblätter tief pflanzen und wieder gut angießen.
April - Vorziehen
• Jungpflanzen weiterkultivieren: hell und eher kühl (ca. 15–20 °C) damit sie nicht
vergeilen.
• öfters drehen, wenn sie am Fenster stehen, damit sie gerade wachsen
• Regelmäßig und gleichmäßig maßvoll gießen, Staunässe vermeiden; bei Bedarf ein
zweites Mal in etwas größere Töpfe setzen.
• Schwache oder sehr dicht stehende Pflanzen ausselektieren,
• Ab etwa 3–4 Wochen nach der Pikierung kräftige Pflanzen leicht mit Flüssigdünger (z. B.
mit schwacher organischer Düngerlösung) für Gemüse/Tomaten düngen - (Dosierung
dazu nur maximal halb so hoch, wie auf dem Dünger-Etikett angegeben)
• weiter auf kompakten Wuchs achten (nicht zu warm und zu dunkel).
Mai – Abhärten
• Zeitpunkt: Etwa 1–2 Wochen vor dem Auspflanzen, also ab Anfang/Mitte Mai.
• Tomaten täglich 1–2 Stunden an einen geschützten Platz draußen stellen, direkte und
pralle Mittagssonne und Wind zunächst meiden.
• Aufenthaltsdauer draußen Schritt für Schritt auf mehrere Stunden erhöhen, nachts aber
noch hereinholen; auf Wetter und Spätfrostgefahr achten (Eisheilige).
• Nach den Eisheiligen ins Freie pflanzen (Beet, Hochbeet oder große Kübel
Besonderheiten für Tomaten:
• bei Mist oder unreifen Kompost aufpassen, da sich evtl. Sporen befinden, die die
Krautfäule begünstigen könnten
Projekt - Tomaten
• Gerne ausprobieren : in das Pflanzloch
o Geschnittene Brennesselblätter und Beinwellblätter legen (Kalium- bzw.
Stickstoffdünger) und/oder
o Ggfs als Test im Vergleich ein Stück Fisch mit reinlegen.
Juni – Auspflanzen und Aufziehen
• Nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind; im ungeheizten
Gewächshaus etwa 1–2 Wochen früher möglich.
• Tätigkeiten im Beet oder großen Topf:
• Sonnigen, windgeschützten, möglichst regengeschützten Standort wählen.
• Boden tief lockern, mit Kompost/Tomatendünger anreichern (Tomate ist Starkzehrer).
• Pflanzloch ausheben und Tomaten in schräger Anordnung gut 15 cm tief setzen: bis
knapp unter die ersten Blätter einpflanzen, Erde gut andrücken.
o Ideal einen 12er-Topf neben die Tomatenpflanze in die Erde einbuddeln und
später darüber die Tomate gießen.
o Vorteil: Gießwasser gelangt direkt zu den Wurzeln; Wurzeln werden zur
Wassersuche angeregt und damit auch das
o Wurzelwachstum angekurbelt; die Tomatenpflanze selbst bleibt trocken; Gefahr
dass Pilzsporen auf feuchten
o Blättern bzw. Blattstielen die zum Besiedeln erforderliche Feuchtigkeit vorfinden,
wird verhindert.
• Pflanzabstand im Beet etwa 50–60 cm in der Reihe, 60–80 cm zwischen den Reihen.
• Stützstab oder Rankhilfe setzen und Pflanze locker anbinden.
• Gründlich angießen
• Namensschild nicht vergessen!
• Regelmäßig gießen (morgens, direkt an der Wurzel), Blätter möglichst trocken halten.
• Alle 1–2 Wochen organisch düngen , z.B. Jauchen aus Brennnessel- oder
Beinwellblättern, dazu noch Urgesteinsmehl geben
• Pflanzen an Stäben aufbinden, Triebe sanft fixieren.
• Bei Stabtomaten Geiztriebe (Triebe in den Blattachseln) 1–2 Mal pro Woche ausbrechen,
1–3 Haupttriebe stehen lassen.
• Untere Blätter später entfernen, sobald die Pflanzen ca. 40 cm hoch sind, um die
Belüftung zu verbessern.
Juli - Aufziehen
• Weiter regelmäßig gießen und düngen,
• alle 14 Tage einen Calcium-Flüssigdünger (z.B. Wuxal-Calciumdünger) ins Gießwasser
nach Dosieranleitung geben und Tomatenpflanze zur Vermeidung der Blütenendfäule
damit gießen.
• Mulchschicht (z. B. Grasschnitt) aufbringen, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
• Krankheitskontrolle (Braunfäule, Blattflecken): befallene Blätter zügig entfernen, nicht
über die Blätter gießen.
• Erste Früchte färben sich; je nach Sorte beginnt die Ernte ab Mitte/Ende Juli.
August
• Haupt-Erntezeit: reife Früchte regelmäßig pflücken, damit die Pflanzen neue Früchte
besser ausbilden.
• Weiter gießen, bei Hitze evtl. morgens und abends, aber keine Staunässe.
• Düngung etwas reduzieren, wenn viele Früchte schon ausgereift sind.
Projekt - Tomaten
September
• Letzte Düngung nur noch sparsam; Fokus auf Ausreifen der vorhandenen Früchte.
• Spitze der Triebe ggf. kappen („toppen“), damit die Pflanze ihre Energie in vorhandene
Früchte steckt.
• Noch unreife, aber schon gut entwickelte Früchte bei drohenden kalten Nächten ernten
und im Haus nachreifen lassen.
• Pflanzenreste nach Saisonende entfernen, nicht auf dem Kompost, wenn
Krankheitsbefall vorlag.
gutes gelingen!