Arbeitskalender Juni


Im Gemüsegarten:

a.    Anhäufeln junger Gemüsepflanzen

 Bei Kohl, Frühkartoffeln, Buschbohnen, Erbsen, Tomaten, Paprika, Porree empfiehlt sich das Anhäufeln für die   Bildung zusätzlicher Wurzeln. Ferner wird die Standfestigkeit , die Wasser- und Nährstoffaufnahme und die   Fruchtentwicklung verbessert. Kopflastige und dünntriebige Pflanzen bekommen bei Wind und Starkregen mehr   Halt. Flachwachsende Gemüsearten wie Salate und Spinat werden hingegen nicht angehäufelt!

b.  Für gleichmäßiges Wachstum ist es wichtig die Bodenfeuchtigkeit stabil zu halten, denn Schwankungen können   Probleme bereiten: Möhren und Kohlrabi reißen auf, wenn nach längerer Trockenheit plötzlich wieder viel Wasser   folgt. Bei ausbleibendem Regen sollte man also regelmäßig gießen. Mulchen und flaches Hacken der   Bodenoberfläche helfen zusätzlich, die Verdunstung zu reduzieren.

c.   Für die Herbsternte lohnen sich im Juni noch Aussaaten von Grünkohl (z.B. Krauser Grüner), Rosenkohl,   Winterendivien ; aber auch Chinakohl und Pak Choi deren Hauptaussaatzeit von Ende Juni bis Anfang August ist –   wer früher aussät, braucht warme Anzuchttemperaturen über 18 Grad Celsius, ansonsten ist mit Blüten zu rechnen.

 

Im Ziergarten:

a.   Rhododendron ausputzen

 Nach dem Verblühen sollten die Blütenreste von Rhododendren vorsichtig ausgebrochen werden (Vorsicht deshalb,   weil in unmittelbarer Nähe der Neuaustrieb erfolgt!).

 Das Ausputzen verhindert einen Samenansatz und fördert den erneuten Durchtrieb, an dem sich später wieder neue   Blütenknospen bilden.

b.  Der Juni ist ein guter Zeitpunkt zum Aussäen von Stiefmütterchen und Horn-Veilchen. Das sehr feine Saatgut   wird  mit feinem, trockenem Sand gemischt , damit die Samen nicht zu dicht fallen.

c.   Das Laub von Frühjahrs-Zwiebelblumen wie Narzissen und Tulpen wird erst nach dem Vergilben abgeschnitten,   denn erst dann haben die Zwiebeln ihre Entwicklung abgeschlossen. Narzissen verbleiben an ihrem Standort, Tulpen   hingegen sollten alle 2 Jahre gerodet und auf Krankheiten kontrolliert werden. Ist der neue Standort frei, können sie   gleich wieder gesteckt werden, ansonsten luftig und trocken im Schatten lagern.

d.  Remontierschnitt bei Stauden

 Nach Rückschnitt bis Ende Juni bilden einige Stauden eine Zweitblüte aus. Dazu zählen Katzenminze (Nepeta),   Steppen-Salbei, Frauenmantel (Alchemilla), Astrantia, Delphinium. Sie werden, wenn auch noch nicht ganz   abgeblüht, bis auf eine Handbreit über dem Boden zurückgeschnitten. Nach 2 – 3 Wochen haben sich frischgrüne   Blätter gebildet und nach 5 – 6 Wochen eine zweite Blüte. Eine unerwünschte Selbstaussaat wird so verhindert und   die Lebensdauer verlängert. Auch Echinops, Brunnera, Centaurea und Polemonium remontieren. Im späten Herbst,   wenn das Laub braun wird, erfolgt ein weiterer Rückschnitt bis zur Basis.

 

Im Obstgarten:

a.   Im Juni lassen viele Bäume einen Teil ihrer angesetzten Früchte fallen – das ist eine natürliche Regulierung und   kein Zeichen von Krankheit oder Wassermangel. Den jungen Bäumen kann man dabei helfen, indem man kleine, minderwertige Früchte ausdünnt und nur die beste Frucht pro Büschel am Baum lässt. Weniger, aber hochwertige Früchte sind in aller Regel auch im Interesse des Gärtners.

b.  Zu groß gewordene Süßkirschenkronen lassen sich verkleinern, indem man zur Ernte ganze Äste aus dem Baum   heraussägt und dann die Früchte am Boden abpflückt. Dieser Sommerschnitt schadet dem Baum weniger als ein   Winterschnitt, da Wunden in der Sommerwärme schneller verheilen.

c.   Schutz der Beerensträucher

  Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Brombeeren werden zunächst mit einem stabilen Rahmen versehen und   danach in entsprechendem Abstand zum eigentlichen Strauch mit einem stabilen Schutznetz (das bis zum Boden   reicht ) vor dem Ausreifen der Früchte versehen. Wichtig: Das Netz am Boden gut fixieren, so dass kein Tier ins   Innere gelangen kann. Eventuelle Löcher im Netz flicken, damit auch kein Vogel nach innen gelangen kann. 


Arbeitskalender Mai


Im Gemüsegarten steht nun die Anzucht von wichtigen Herbst-/Wintergemüsesorten an. Dazu zählen Stangenbohnen, Rosenkohl, Pastinaken, Winterkürbis und Mais.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um vorgezogene Cosmeen und Zinnien auszupflanzen. Die im März/April vorgezogenen Einjährigen werden gegen Ende des Monats, wenn kein Frost mehr droht, ins Freiland gesetzt. Dazu einen sonnigen Standort wählen, in das Pflanzloch reichlich Kompost geben und die Pflanzen auf gleiche Höhe, wie sie zuvor im Anzuchttopf standen, einpflanzen. Gutes Angießen nicht vergessen.

Gegen Monatsende ist es im Ziergarten Zeit für den „Chelsea chop“ bei Phlox, Sedum, Helenium, Astern und Sonnenhut. Der „Chelsea Chop“ ist eine spezielle Schnitttechnik für Stauden, die dazu dient das Pflanzenwachstum zu steuern, die Standfestigkeit zu erhöhen und die Blütezeit zu verlängern. Der Name leitet sich von der berühmten Chelsea Flower Show in London ab, da der optimale Zeitpunkt für den Schnitt Ende Mai mit dieser Veranstaltung zusammenfällt und die Blütenknospen noch nicht geöffnet sind.

Ausführung: Die Triebe der Staude werden mutig um ein Drittel bis die Hälfte ihrer Höhe eingekürzt. Das Ziel ist dabei die Staude an den Schnittstellen zum Verzweigen anzuregen – sie wächst dadurch buschiger und kompakter. Idealerweise den Chelsea Chop an einem bewölkten Tag durchführen, um die frisch freigelegten Pflanzenteile vor Sonnenbrand zu schützen. Wenn es nichts anders als in heller Sonne zu schneiden geht, für ca. 1 Tag auf die Pflanze ein leichtes Schutzvlies zur Schattierung auflegen.

 

Nicht vergessen: Jetzt Forsythien zurückschneiden, damit sie kompakt bleiben und neuen Austrieb bilden (maximal 1/3 der alten Triebe bodennah abschneiden)!

 

Dahlien in Kübel auspflanzen

Die im März/April vorgetriebenen Dahlien-Knollen können jetzt in die dekorativen Blumenkübel ausgepflanzt werden. Dazu wie folgt vorgehen:

a.   Zunächst prüfen ob die Knollen auch gut bewurzelt sind; dazu den Topf zur Seite neigen, bis die Pflanze sich löst und mit der            anderen Hand dann abgefangen wird, so dass kein Trieb beschädigt wird

b.  Dann einen Topf von mindestens 20 cm Durchmesser zur Hälfte mit einer Kompost-/Erdemischung (am besten Erde vom                 Maulwurfshügel) befüllen und die ausgetopfte Erde daraufstellen. Dabei dies so anordnen, dass die Basis der Dahlienpflanze 2 –       3 cm unterhalb vom Rand des Topfes zu liegen kommt

c.   Dann nach und nach mit Pflanzerde auffüllen und dabei die Erde stets gut andrücken, damit keine Lufteinschlüsse sich bilden.          Auf jeden Fall einen Gießrand freihalten und zuletzt der Dahlie einen guten „Drink Wasser“ spendieren. 


Arbeitskalender April


Im Gegensatz zum chronologischen Kalender möchte ich hier vom phänologischen Kalender berichten. Der phänologische Kalender teilt das Gartenjahr nicht nach festen Daten, sondern nach den sichtbaren Entwicklungsphasen ausgewählter Zeigerpflanzen in 10 fein abgestufte Jahreszeiten ein.

Er reagiert direkt auf das, was uns die Natur zeigt. Somit gibt es für uns eine praxisnahe Grundlage für Aussaat, Pflanzung und Ernte.

Momentan steht die Forsythie in voller Blüte, bzw. bei der Stachelbeere setzt die Blattentfaltung ein, Birke und Buche zeigen ebenso Blattentfaltung. Daraus folgt nach dem phänologischen Kalender, dass wir uns im „Erstfrühling“ befinden. Kommt dann noch die Apfelblüte dazu, dann ist der „Vollfrühling“ erreicht.

Im Erstfrühling (Zeitraum Mitte März – Mitte April) stehen an wichtigen Gartenarbeiten an:

Rosenpflege, Pflanzung von frostharten Stauden und Kräutern, Aussaat von Sommerblumen und winterhartem Gemüse, Rückschnitt von Beerensträuchern und Obstbäumen. Ferner beginnt die Setzlingsproduktion für die meisten Salate.

Chili, Paprika und Tomaten sind längst dem Keimlings-Stadium entwachsen und bedürfen täglicher Pflege. Jetzt gilt es sich auf die Voranzucht von Gurken, Zucchini und Kürbis vorzubereiten. Auch für die Direktsaat von Karotten (dazu die Markiersaat mit Radieschen nicht vergessen!) und Wurzelgemüse (Pastinake, Wurzelpetersilie und Co) sind die Temperaturen bald stabil genug.

Wichtig: Der phänologische Aussaatkalender funktioniert auch in Zeiten des Klimawandels (nähere Details zum phän. Kalender im Buch: „Spriessbürger“ ISBN: 978-3.9524524-5-5; das gleichzeitig meine Info-Quelle ist).

 

Doch nun zu den allgemeinen Gartenarbeiten im April:

a.   Wasserversorgung sicherstellen und gegebenenfalls eine Regentonne aufstellen

b.   Neuen Komposthaufen anlegen, da der reife Kompost für die Beete verbraucht wurde

c.   Auf Bei-/Un-Käuter achten und diese jetzt entfernen bevor sie sich etabliert und schlimmstenfalls Samen bekommen haben

d.   Nicht vergessen das Gewächshaus zu belüften, bevor die Temperatur im Inneren zu stark ansteigt; am Abend wieder schließen,        da es nachts noch zu kalt ist (diese Arbeit erspart man sich durch die Installation eines automatischen Fensterlüfters)

e.   Schnecken und insbesondere Nacktschnecken dezimieren

 

Sonstige Gartenarbeiten:

1.   Jetzt Gladiolen-Zwiebeln stecken. Sie gedeihen am besten in der sonnigen Gartenzone mit Drainage-Zusätzen (z.B. mittelkörniger Bims, Lavagrus 8 – 12 mm usw). Bei der Pflanzung selbst die Zwiebeln 10 – 15cm tief einpflanzen. Gutes Wässern danach nicht vergessen.

2.   Nun ist die Zeit um Bäume und Sträucher zu pflanzen. Vom Vorfrühling bis zum Frühlingsende ist dies die ideale Zeit, damit das Wurzelsystem sich gut vor der späteren heißen und trockenen Sommerphase, etablieren kann. 


Nachwinterarbeit: Anbau von winterharten, anuellen (= Einjährigen) Pflanzen/Blumen

Wann immer es mich in den Garten zieht, finde ich einen Anlass, mich darin schaffen zu machen. So auch jetzt – jeder Garten soll so sein wie er will. Nur phantasielos und langweilig soll er nicht sein!

Daher beschäftigen wir uns im heutigen Thema mit sogenannten winterharten, annuellen Pflanzen.

Dies sind krautige Gewächse , die innerhalb einer Wachstumsperiode keimen, meist schön blühen, danach Samen ausbilden und anschließend absterben.

Typische Beispiele dafür sind: Sonnenblumen, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Mohn, Kornblume.

Sie eignen sich ideal für schnell wüchsige, farbenfrohe Sommerbeete.

All diese Pflanzen müssen jedes Jahr neu ausgesät bzw. gepflanzt werden.

Unser Thema sind momentan aber winterharte, einjährige Sommerblumen! Das sind Blumen, die kühlere Temperaturen vertragen und noch vor dem letzten Frost (also jetzt im März) schon ausgesät werden können.

Dies sobald der Gartenboden bearbeitbar, also oberflächlich abgetrocknet ist.

Zu ihnen zählen:

Ringelblumen    (Callendula officinalis) blüht Juni – Oktober

Kornblumen        (Centaurea cyanus)       blüht Juni – September

Jungfer im Grünen (Nigella damascena) blüht Juni – August

Gr. Wachsblume (Cerinthe major „purpurascens”) Juni – Sept.

Klatschmohn (insbesondere Züchtungen von Papaver rhoeas)

Spiegelei-Blume (Limnanthes douglasii) blüht April – September

 

Diese winterharten Einjährige sät man im Frühling bei einer Bodentemperatur von mindestens 7 Grad Celsius.

Folgende Arbeitsschritte werden durchlaufen:

1.   Beetvorbereitung: Zunächst mit Hilfe einer Schweizer Pendelhacke oder einer Schuffel neu aufgelaufene Unkräuter entfernen. Gegebenenfalls jetzt noch etwas feingesiebten Kompost (maximal 3 Liter pro Quadratmeter) aufstreuen und danach den Boden feinkrümelig rechen.

Ganz wichtig: Der Pflanzbereich muß gut entwässert (abgetrocknet) sein, um Staunässe zu vermeiden; die sonst die Keimung und das Wachstum der Sämlinge behindert!

2.   Mit feinem, trockenem  Rasensand (der z.B. zuvor in eine Flasche gefüllt wurde) oder einem Stock, jetzt die Flächen für die verschiedenen Samensorten aufzeichnen.

3.   Innerhalb jeder aufgezeichneten Teilfläche nun nach und nach den jeweiligen Samen dünn in flachen Reihen aussäen.

Tipp: Um feine Samen (z.B. von Klatschmohn und dessen Zuchtvarianten) die sich nur schwer dünn aussäen lassen gut zu handhaben, sollten sie mit trockenem feinem Sand vermischt werden!  Dazu den trockenen feinen Sand in eine kleine Tüte geben. Dann den Samen mit Hilfe eines gefalteten Stück Papiers in die Tüte gleiten lassen und gründlich vermischen. Zur Aussaat selbst die Sand-Samen-Mischung in den Knick eines gefalteten Stück Papier geben und mit leichten Klopfbewegungen auf die Oberfläche des Beetes aufstreuen.

4.   Um einen möglichst natürlichen Effekt zu erzielen, sollten die Reihen von benachbarten Teilflächen möglichst in unterschiedliche Richtungen gezogen werden. Reihensaat deshalb, weil man dann leichter jäten kann!

5.   Die Teilflächen jeweils mit Stecketiketten mit Sortennamen beschriften

6.   Jetzt die Aussaat mit einer kleinen Walze (eine Weinflasche tut es auch) leicht andrücken, um so den wichtigen Erdschluss zu erreichen

7.   Nun ein leichtes Schutzvlies (maximal 21g/qm an Flächengewicht) auflegen und dieses an den Rändern mit Steinen oder Latten fixieren. Dadurch wird Vogelfraß vom Samen verhindert und zusätzlich für eine wärmere Umgebung beim Auflaufen der Sämlinge gesorgt

8.   Die Sämlinge werden im nächsten Schritt auf den angegebenen Abstand ausgedünnt; am besten bei feuchtem Boden und mildem Wetter – bei Bedarf auch nach und nach

9.   Kräftige, herausgezogene Sämlinge nutzt man als Lückenfüller für Stellen, die durch unregelmäßige Aussaat oder schlechte Keimung kahl geblieben sind.

10.                    Ganz wichtig: Regelmäßige Überwachung der Keimlinge – insbesondere vor Schneckenfraß!

Zuletzt noch eine Anmerkung: Die Förderung eines abwechslungsreichen Gartens kann dazu beitragen, den Schädlingsbefall zu reduzieren. So wirken z.B. Ringelblumen (Calendula) gegen Nematoden im Gartenboden. Außerdem werden durch die Blüten der winterharten Einjährigen nützliche Insekten angelockt.

Empfehlenswerte Saatgutlieferanten:

a.   Bingenheimer Saatgut   www.bingenheimersaatgut.de

b.  ReinSaat GmbH     www.reinsaat.at

c.   Keimzeit                     www.keimzeit-saatgut.de

d.  Dreschflegel              www.dreschflegel-saatgut.de


Arbeitskalender März


1.   Überwinterte Kübelpflanzen und überwinterte Balkonpflanzen jetzt zurückschneiden und sauber putzen (auf verbliebenen abgestorbenen Pflanzenteilen kann sich sonst bei Feuchtigkeit Grauschimmel bilden und ausbreiten).

2.   Große Grünpflanzen jetzt teilen und die durch Teilung neu entstandenen Pflanzen einzeln in frisches Substrat topfen – danach kräftig angießen

3.   Sommerblumen (Einjährige) z.B. Studentenblume, Zinnien, Ringelblumen etc. werden nun ausgesät und die Anzuchtschale auf eine helle Fensterbank oder ins Frühbeet gestellt.

4.    Mit der Anzucht von Tomaten ab Mitte des Monats beginnen. Ebenso können Küchenkräuter ab März schon ausgesät werden.

5.   Beetstauden zurückschneiden. Dazu werden die trockenen Blätter und abgestorbenen Stängel von Stauden rechtzeitig vor dem Neuaustrieb entfernt

6.    Welke Narzissenblüten  entfernen

Bitte beachten: Es wird dazu nur der abgeblühte Blütenstiel abgeschnitten. Die Blätter lässt man stehen bis sie vergilben und sich leicht von der Zwiebel lösen lassen. Nur so kann die Zwiebel ausreichend Nährstoffe für eine üppige Blüte im nächsten Jahr einlagern

7.    Bodenpflege realisieren

Unbedingt fertig gegarten Komposthaufen jetzt durchsieben. Gerade zu Beginn der Wachstumszeit wird Kompost überall im Garten gebraucht. Insbesondere die Starkzehrer im Gemüsegarten (Kohlsorten, Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini, Lauch, Knollensellerie, Kartoffeln und Rhabarber) benötigen mit Nährstoffen angereicherten Boden . Etwa 3 Liter Kompost je Quadratmeter können auf diesen Pflanzflächen bedenkenlos ausgebracht und leicht untergeharkt werden.

8.   Neustart für Dahlienknollen initiieren

Die überwinterten Knollen werden jetzt aus dem Winterquartier geholt und zunächst einem Gesundheitscheck unterzogen. Dabei werden alle weichen bzw. verschimmelten/vertrockneten Knollen entfernt. Aber aufpassen, dass nicht die verbliebenen alten Stängel abgebrochen werden – denn gerade an diesen Bereichen werden aus den Knollen die neuen Triebe gebildet! Sorgfältig und vorsichtig werden die geprüften Knollen nun in gute Pflanzerde getopft (Sortenschild nicht vergessen). Danach werden sie gewässert und an einen hellen, frostfreien Platz gestellt. Je nach Umgebungstemperatur dauert es einige Zeit bis die neuen Triebe zum Vorschein kommen. 

9.   Erste Jungpflanzen im Freien in einem warmen, windgeschützten Eckchen abhärten. Abends nicht vergessen sie wieder ins Haus zu holen!

10.                    Gourmetkartoffeln sind in – warum nicht mal solche im eigenen Garten bzw. auf dem Balkon (in großen Kübeln) anbauen?

Dazu jetzt die Pflanzkartoffeln in Eierkartons legen und recht hell, jedoch kühl (um die 12 Grad Celsius) stellen. Aus den „Augen“ entwickeln sich dann 1 – 2cm kräftige Triebe ( sind die Keime jedoch lang und dünn, haben die Kartoffeln zu dunkel und/oder zu warm gestanden).

Auspflanzen ab einer Bodentemperatur von 8 Grad Celsius (also Mitte April – Anfang Mai).  

Sortenempfehlung: Adretta; Desiree; Fred; Goldmarie oder Purple Rain 


Arbeitskalender Februar


Beginn mit Voranzucht von wärmeliebendem Gemüse

Chilis, Paprika und Auberginen benötigen Keimtemperaturen von 26 – 28 Grad Celsius. Da sie gleichzeitig bis zur Fruchtreife eine sehr lange Entwicklungszeit haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt um sie im Haus  an einem warmen Platz, oder mit Hilfe einer Bodenheizung vorzuziehen.

Im Gegensatz dazu können gegen Ende des Monats schon ins Beet ausgesät werden: Puffbohne, Spinat, Radieschen, Zuckererbse und Frühlingszwiebeln. Sollte es wieder zu nächtlichen Frostphasen kommen, dann schützt ein aufgelegtes Wintervlies (mit mindestens 30g/qm Flächengewicht) die Kultur.

 

Abdecken der Erdbeeren mit Vlies zur Verfrühung

Wichtig ist dabei, dass die Bedeckung bei warmer Witterung, spätestens aber bei Erscheinen der ersten Blüten wieder abgenommen werden muß. Sollte es danach noch einmal richtig kalt werden, muß umgehend wieder abgedeckt werden, da die Erdbeerpflanzen durch den Entwicklungsvorsprung nun kälteempfindlicher sind.

 

Stauden teilen bei frostfreiem Boden

Hier vor allem die Spätsommerblüher wie Astern, Helenium und Rudbeckia.

 

Heckenrückschnitt bis Ende Februar vornehmen!

Zu große Laubgehölzhecken (z.B. Hainbuche, Liguster, Weißdorn), aber auch Efeu-Hecken sollten jetzt stark zurückgeschnitten werden – dies vor dem neuen Austrieb und wegen der Schutzzeit der brütenden Vögel ab Anfang März!


Ziergräser zurückschneiden

Der früher übliche Herbstrückschnitt von Stauden, aber auch Ziergräsern wird immer seltener empfohlen; denn verwelkte/vertrocknete Pflanzenteile bieten Schutz und Nahrung für Insekten und Vögel. Auch bei Ziergräserhorsten wie von Calamagrostis, Molinia, Miscanthus etc. wird als Zeitpunkt für den Rückschnitt der Spätwinter angeraten (dies noch vor dem Austrieb der neuen, grünen Gräserspitzen). Der Rückschnitt selbst erfolgt gut eine handbreit über dem Boden.

Merke: Frauenhaargras (Stipa tenuissima) wird nicht zurückgeschnitten, sondern nur ausgekämmt.

Das Schnittgut von festen, hohen Gräsern (Miscanthus und Co) sollte möglichst gebündelt und aufrecht stehend in einer Gartenecke verbleiben, damit darin enthaltene Überwinterungsgäste von Insekten bis zur Warmperiode weiter überwintern können.

 

Strauchschnitt vornehmen

Wichtig: Um nistende Vögel zu schützen, besteht vom 1. März bis 30. September eines jeden Jahres ein Schnitt- und Rodeverbot für Gehölze, auch im eigenen Garten! Ein Formschnitt von Hecken, sowie notwendige Pflegeschnitte an Sträuchern und Obstgehölzen fallen nicht unter diese Regelung.

Ziersträucher, die jahrelang nicht zurückgeschnitten wurden vergreisen und verlieren an Blütenfülle. Deshalb nun einen kräftigen Rückschnitt bis Ende Februar vornehmen. Als Faustregel dazu, wird gut ein Drittel aller alten Äste vom Strauch bodennah abgeschnitten und so neuer Austrieb gefördert. Schneeballhortensien (Hydrangea arborescens) werden an allen Trieben bis auf 10cm Höhe über dem Boden eingekürzt. 


Arbeitskalender Januar

Auslichten früher Blütengehölze

Frühblühende Sträucher wie Flieder, Glyzine, Goldregen, Seidelbast, Zierkirschen, Mandelbäumchen, Forsythie, Zier- und Scheinquitte etc. im Winter nicht stark zurückschneiden, sondern nur auslichten und alte Triebe entfernen


Aussaaten von Kaltkeimern

Das sind Stauden und Sommerblumen, deren Samen zur Keimung einen Kältereiz benötigen – die alte Bezeichnung „Frostkeimer“ für solches Saatgut ist falsch; denn die Stimulierung der Keimung wird nicht bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erreicht!

Zu den Kaltkeimern zählen z.B. Akelei, Astern, Blaudistel, Christrose, Glockenblume, Mohn, Roter Sonnenhut, Hohe Verbene. Dazu die Aussaat in mit Aussaaterde bestückten Saatschalen vornehmen. Den Samen leicht mit Erde bedecken und andrücken. Feucht halten und 1 – 2 Wochen bei 15 – 18 Grad Celsius im Haus aufstellen (damit die Samen anquellen); dann für eine Woche kühler (ca. 10 Grad Celsius). An einem frostfreien Tag dann draußen an einen geschützten Platz stellen. Gegen Vogelfraß eine durchsichtige Schutzhaube oder feinen Maschendraht um das Anzuchtgefäß geben. Die Kaltkeimer brauchen nun je nach Art 4 bis 8 Wochen Kältereiz (Temperaturn unter 5 Grad Celsius) zum Keimen! Die Temperatur möglichst niedrig halten, um Ausfälle durch Krankheiten und zu schnelles Wachstum zu verhindern. Mitte Mai ziehen die Jungpflanzen dann ins sonnige Beet um. 


Werkzeugpflege vornehmen

Gartenarbeit macht mit gut funktionierenden Werkzeugen doppelt so viel Spaß!

Alle Metallteile an diesen Werkzeugen sollten von Erdresten zuerst befreit werden. Dann Metallpflegeöl auf einem Lappen verteilen und die Metallteile damit abreiben. Zusätzlich beim Spaten das Spatenblatt schärfen.

Die Holzstiele von Grabegabel und Co. können mit Schleifpapier geglättet und gesäubert werden und liegen nach dem Einölen, z.B. mit Leinöl wieder viel besser in der Hand.

Gartenscheren (z.B. Felco-Schere) auseinander bauen, Klingen nachschleifen , restliche Teile einölen und wieder zusammensetzen. Merke: Stumpfe Klingen verursachen beim Schnitt fransige Wundränder, unnötige Verletzungen bei Pflanzen und erschweren die Arbeit.